Zwei Tage, vier Anträge, ein Tisch

Rückblick auf die Antragswerkstatt im Oktober — und eine Einladung zur Förderberatung und zu einer regelmäßigen Schreibgruppe

Fördermittel gibt es viele. Den Weg dorthin finden trotzdem wenige — weil Formulare, Förderrichtlinien und Finanzpläne abschrecken, oder weil die eigene Idee noch nicht klar genug ist, um sie aufzuschreiben. Genau dort setzte die Antragswerkstatt an, die Marie Golüke, Netzwerkmanagerin Kultur am Ankerpunkt Hoher Fläming, am Wochenende 10. und 11. Oktober 2026 angeboten hat.

Jede:r mit dem eigenen Projekt

Das Format war bewusst offen: Niemand musste ein Kulturprojekt mitbringen. Jede:r kam mit dem eigenen Vorhaben, und am Ende ging es inhaltlich viel um Gesundheit. Insgesamt vier Menschen haben teilgenommen, am Samstag zu zweit, am Sonntag zu viert. Gearbeitet wurde im Sandberger Kreativstudio in Bad Belzig— samstags von 11 bis 16 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Nach einem Input von Marie haben alle an ihren eigenen Anträgen geschrieben, gemeinsam recherchiert, passende Programme gesucht und sich in Feedbackrunden gegenseitig die Texte vorgelegt. Manches brauchte mehr Zeit: Eine Teilnehmerin kam mit drei Ideen und wusste nicht, welche sie verfolgen sollte. Rund eine Stunde lang ging die Gruppe die drei durch — welche am tragfähigsten ist, welche sich am einfachsten umsetzen lässt und welche zu den Förderbedingungen am besten passt.

Mir hat das große Freude gemacht, die Leute zu inspirieren — auch Menschen, die vielleicht Angst davor haben oder denen das zu viel Bürokratie ist. Ich glaube, ich konnte ihnen ein bisschen die Angst nehmen.

— Marie Golüke

Aus der Werkstatt soll eine Schreibgruppe werden

Aus dem Wochenende kam ein Wunsch: nicht noch einmal den ganzen Input, sondern regelmäßig zusammenkommen und gemeinsam weiterschreiben. Die Idee ist eine Schreibgruppe, die sich etwa alle sechs Wochen trifft. Alle arbeiten an ihren eigenen Anträgen, man liest sich gegenseitig vor, gibt Rückmeldung — auch zu Finanzplänen — und Marie ist dabei, wenn jemand nicht weiterkommt.

Ein erstes Treffen ist für Ende November angedacht, ein Termin steht noch nicht fest. Als Orte kommen das Sandberger Kreativstudio oder der Bahnhof Wiesenburg infrage — beide sind gut ohne Auto erreichbar, und im Sandberger gibt es Tisch, Beamer und Kaffee.

Der Gedanke dahinter: Interesse gibt es, aber nicht alle haben zu einem festen Termin Zeit. Ein regelmäßiges Angebot macht es leichter, irgendwann dazuzustoßen.

Melde dich

Du hast ein konkretes Projekt und suchst eine passende Förderung? Bis Ende 2026 bietet Marie individuelle Förderberatung an, jeweils ein bis zwei Stunden. Das muss kein Kulturprojekt sein — auch andere Vorhaben aus der Region sind willkommen.

Du möchtest Teil der Schreibgruppe werden? Dann melde dich ebenfalls. Termine werden individuell vereinbart.

Kontakt: Marie Golüke, Netzwerkmanagerin Kultur, Ankerpunkt Hoher Fläming — kultur@ankerpunkt-hoherflaeming.de

Alle Artikel ansehen
Menu