Die 20. Mitmachkonferenz ist gleichzeitig die zweite Folgeveranstaltung vom Visionstag Hoher Fläming

Von der Vision ins Tun: Die 20. Mitmachkonferenz als 2. Folgeveranstaltung vom „Visionstag Hoher Fläming“

Nachdem wir beim „Visionstag Hoher Fläming“ das Jahr 2050 fest im Blick hatten und bei der ersten Folgeveranstaltung „Fläming Futures“ weitere Weichen stellten, wurde es nun ganz konkret:

Die 20. Mitmachkonferenz am 18. April 2026 markierte die zweite wichtige Station auf unserem Weg, die „Vision Hoher Fläming“ Realität werden zu lassen. Dass die Region auch nach 20 Jahren voller Tatendrang steckt, zeigte die Vielfalt der Themen auf dem „Marktplatz“ der Konferenz.

Drei Schwerpunkte stachen dabei besonders hervor, da sie die Kernanliegen unseres Visionstages direkt aufgreifen und vertiefen:

1. Nahversorgung: Produktion trifft Distribution

Wie essen wir morgen? Die Diskussion verdeutlichte, dass Nahversorgung weit mehr ist als nur der nächste Supermarkt.

  • Herausforderungen: Strenge Hygieneauflagen machen es kleinen, lokalen Initiativen oft schwer.
  • Lösungsansätze: Erfolgsmodelle wie Kühlautomaten für Fleisch, Eier und Käse, der „Bäcker-Bus“ oder ehrenamtlich geführte Dorfläden zeigen, was möglich ist.
  • Vision: Eine engere Verzahnung von Erzeugern und Konsumenten – etwa durch Food-Coops als Ergänzung zur Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) oder durch Wiederbelebung ehemaliger Infrastrukturen (Mühlen, Molkereien etc.). Das Motto der Gruppe: „Da ansetzen, wo schon was ist!“

2. Wohnen: Gemeinschaft statt Einsamkeit

Ein zentrales Thema des Visionstages war der Umgang mit dem demografischen Wandel und innovativen Wohnideen. Dies wurde konkret am Beispiel „Wohnen im Alter“ diskutiert.

  • Die Idee: Umnutzung großer, teils leerstehender Wohnflächen für gemeinschaftliche Wohnprojekte.
  • Ziel: Die Schaffung von bezahlbarem, altersgerechtem Wohnraum durch innovative Konzepte wie Wohn-Cluster oder genossenschaftliche Modelle, um Vereinsamung vorzubeugen und Flächen effizienter zu nutzen.

3. Energie: Sozial gerecht und in Bürgerhand

Die Energiewende im Fläming soll keine Last, sondern eine Chance für alle sein. Hierzu kristallisierten sich zwei Stränge heraus:

  • Bürgerbeteiligung: Eine stärkere Einbindung der Menschen vor Ort bei der Planung und Realisierung von Wind- und Solarparks, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt.
  • Soziale Gerechtigkeit: Konzepte wie „Energy Sharing“ und einkommensabhängige Stromtarife wurden diskutiert, um sicherzustellen, dass saubere Energie für jeden Haushalt bezahlbar bleibt.

Im Anschluss an die Arbeitsgruppen (siehe Protokolle) wurden traditionell der Fläming- und der Jugend-Initiativpreis verliehen, gewohnt professionell und warmherzig von unserer Landtagsabgeordneten Melanie Balzer.

Siehe dazu auch der Artikel von Eva Loth auf Fläming365 sowie die Videos auf dem Fläming Kanal!

Ausblick: Von der „Zukunftslust“ zur „Kreativsause“

Der Schwung der Mitmachkonferenz trägt uns nun in die nächste Phase. Unter der Überschrift „Zukunftslust“ planen wir Impulsvorträge zu verschiedenen Themen, die Mut machen und den Horizont erweitern sollen.

Das große Highlight wartet dann im Juli: Die Kreativsause (06. – 12. Juli 2026). Als Leuchtturm-Projekt des Ankerpunktes bietet diese Woche den idealen Raum, um aus den bisherigen Ideen und Themenfeldern handfeste Prototypen und Projekte zu entwickeln. Hier wird das „Weiterdenken“ zum „Gemeinsamen Handeln“.

Wir laden alle Visionäre, Macher und Interessierten ein, diesen Weg mit uns weiterzugehen. Gemeinsam gestalten wir den Fläming von morgen!

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