Am 25. Februar 2026 fand gemeinsam mit dem traditionsreichen Fläming-Stammtisch in Mal’s Scheune die erste Folgeveranstaltung zum Visionstag unter dem Titel „Fläming Futures“ statt. Ziel des Abends war es, die Visionen für ein autarkes und lebenswertes Leben im Hohen Fläming im Jahr 2050 weiter zu konkretisieren.
Rückblick und Vision 2050
Die Veranstaltung knüpfte an die Ergebnisse des ersten Visionstags an, bei dem sieben zentrale Themenfelder für die Region identifiziert wurden:
- Regionale Wirtschaft: Fokus auf Handwerk und autarke Nahversorgung.
- Energie: Regenerative Versorgung in kommunaler Hand.
- Natur & Landschaft: Klimaresiliente Agrarlandschaften.
- Wohnen & Leben: Mehrgenerationenhäuser und Solidargemeinschaften.
- Gesundheit: Dezentrale Selbstorganisation, z. B. Pflege-WGs.
- Demokratie: Direkte politische Teilhabe und bedingungsloses Grundeinkommen.
- Arbeitswelt: Neue Arbeitsmodelle wie das 80/20-Prinzip & Mitarbeiterbeteiligung.
Nicht alles ist regional umsetzbar – aber es gibt bereits viele Keimzellen für die meisten Ansätze. Die relevantesten Themen weiter zu verfolgen und nächste Schritte ins Auge zu fassen, war das Anliegen des Abends.
Eingangs hat Wolf mit einer Präsentation und einem Video den Grundstein für die folgende Diskussion gelegt, die Claudia gewohnt souverän moderierte.

Lebhafte Diskussion: Was bewegt die Region?
Dabei wurde deutlich, dass bereits viele positive Beispiele existieren, aber noch Lücken geschlossen werden müssen, die auf dem Visionstag nicht genügend berücksichtigt wurden. Besondere Aufmerksamkeit erhielten folgende Punkte:
- Fehlende Infrastruktur: Es mangelt an Verarbeitungsgewerbe für regionale Produkte wie Milch und Fleisch.
- Bildung & Jugend: Um Abwanderung zu verhindern, müssen junge Menschen frühzeitig in Prozesse einbezogen werden; freie Schulen sind hierbei ein wichtiger Baustein.
- Zusammenhalt: Es wurde der Wunsch nach einer engeren Verbindung zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen geäußert.
- Ressourcen: Es fehlt oft an Menschen, die Initiativen langfristig mittragen und perspektivisch mitarbeiten.
Kernergebnis: Themenpaten für die Mitmachkonferenz
Ein wesentlicher Erfolg des Abends war die Benennung von Themenpaten, die ihre Bereiche nun mit Unterstützung des Ankerpunktes weiter vorantreiben:
- Nahversorgung: Mathias, Marion
- Wohnen: Fini, Georg
- Handwerk-Nachfolge: Thomas
- Wirtschaft: Marion, Caro
- Mobilität: Heiko (Smart Village Mobilitätscampus)
- Bürgerbeteiligung: Ellen
- Lokaljournalismus: Claudia
- KI: Heiko
Ausblick: Mitmachkonferenz und Kreativsause
Die Veranstaltung bildete den Auftakt für die kommende Mitmachkonferenz am 18. April. Dort werden die Themenpaten ihre Ideen vorstellen und weitere Mitstreiter suchen. Diese Konferenz dient als nächste wichtige Etappe, um konkrete Konzepte für die Kreativsause (6. bis 12. Juli) zu erarbeiten. Der „Ankerpunkt“ versteht sich dabei weiterhin als Initiator und Unterstützer, der Möglichkeitsräume für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger öffnet.
Alle Artikel ansehen
